Unser Heiner

Veröffentlicht am 02.02.2018 in Abteilung

Der scheidende Vorsitzende Heiner Wörmann, beim Verlesen seines letzten Rechenschaftsberichts

Da hat ein Urgestein Sozialdemokratischer Politik in Tiergarten Süd die Laudatio zum Abschied auf ein anderes Urgestein gehalten. Helga Cent-Velden war langjährige stellvertretende Vorsitzende in unserer Abteilung – und eloquent und kämpferisch, wenn es um die Belange dieser Abteilung ging. Mit dieser gewohnten Eloquenz lobte sie den scheidenden langjährigen Vorsitzenden der Abteilung, Dr. Heinrich-Wilhelm Wörmann, in höchsten Tönen. Fast 15 Jahre hat er die Abteilung geleitet, sie vor dem Zerfall bewahrt, sie geeint und wieder aufgerichtet, dem „Wurmfortsatz“ südlich des Tiergartens Stimme und Gewicht im Konzert der „großen Abteilungen“ in Berlin Mitte gegeben, die linken Positionen der Abteilung gefestigt und gegen Widerstände gehalten, zum Beispiel bei der prononzierten Gegnerschaft zur Agenda 2010. Und er war und ist ein Gedächtnis sozial-demokratischer Wirkungen und Erfolge in Berlin und insbesondere in Mitte. Mit unserer Abteilung hat er in den Wahlkämpfen unermüdlich um jede Stimme gekämpft – und damit Thomas Isenberg die hauchdünne Mehrheit für den Einzug ins Abgeordentenhaus gesichert – und den Wiedereinzug von Eva Högl in den Bundestag mit möglich gemacht!

Unter seiner Leitung hat die Abteilung sich nicht nur mit lokal-politischen Aspekten befasst, sondern auch mit den größeren bundes- und weltpolitischen Themen. Für neuhinzugezogene Genossen wie mich (>35 Jahre Parteizugehörigkeit) war es eine Offenbarung, zu erleben wie engagiert bei den monatlichen Mitgliedertreffen tages- und gesellschaftspolitische Themen diskutiert wurden. Und nicht zu vergessen ist natürlich sein kulturpolitisches Engagement, sein Eintreten gegen Geschichtsverzerrungen und das Wachhalten der Erinnerung an den Widerstand der SPD gegen die Nazis. Dafür erhielt er 2015 den Bundesverdienstorden und da wird er glücklicherweise der Berliner SPD noch lange seine Dienste leisten – als Vorsitzender der Historischen Kommission.

Heiner hat nun ernst gemacht mit der Reform der Partei. Er hat junge Genoss*innen um sich geschart und einen jungen dynamischen Vorstand aufgebaut, an den er nun das Staffelholz übergeben hat. Jung, weiblich, unverbraucht und bereit in „große Fußstapfen“ zu treten.

Dank an Heiner. Glück auf für die „Neuen“!